Gastbeitrag von Birgitt Schunk
Während die 2026er LEADER-Projekte derzeit umgesetzt werden, geht der Blick bereits ins kommende Jahr. Auch 2027 soll es schließlich weiter gehen mit innovativen Vorhaben auf dem Lande.
Wer ein Projekt plant, sollte sich deshalb den 30. August 2026 fest im Kalender vormerken. Bis dahin müssen die neuen Anträge eingereicht werden.
Aufgerufen sind Akteure, die neue Vorhaben im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und den ländlichen Ortsteilen der Stadt Suhl in Angriff nehmen wollen.
„Antragsteller können gerne auf uns zukommen und sich beraten lassen“, empfehlen die LEADER-Regional-Managerinnen Manuela Sbeih und Franziska Germeshausen vom Planungsbüro Sweco GmbH, die das LEADER-Management für die RAG realisieren.
Ebenso könne man den Kontakt zu den Fachbehörden wie u.a. dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum in Meiningen suchen, um kompetente Auskunft zu bekommen.
Wird ein Förderantrag gestellt, gilt es schließlich, einiges zu beachten. „Dies alles ist aber machbar. Gerne wollen wir den Akteuren – wie in den letzten Jahren auch – dabei unter die Arme greifen“, heißt es von Seiten des Regionalmanagements.
Einige Hinweise gibt es deshalb schon vorab: Fragen wie die Trägerschaft des Vorhabens und die Finanzierung müssen geklärt sein, bevor ein Förderantrag eingereicht wird.
Antragsteller dürften zudem nicht vergessen, auch bei den Planungsleistungen einen entsprechenden Wettbewerb durchzuführen. Ebenso sollten bereits notwendige Angebote rechtzeitig eingeholt sowie Mitstreiter für die Projektidee gewonnen und eingebunden werden.
Wichtig sei, die Beschreibung des Vorhabens so konkret wie möglich zu formulieren. Und deshalb sollte man sich rechtzeitig kümmern.
Mit den Vorhaben fürs nächste Jahr soll die Regionale Entwicklungsstrategie gemäß dem Motto „WIR. WERTVOLL. WAHRNEHMBAR!“ weiter umgesetzt werden.
„Viel wurde schon seit 2023 erreicht, doch es gibt auch noch offene Ziele, die nun verstärkt im Fokus stehen“, so der Vorstandsvorsitzende Felix Jacob Winkel.
Doch welche Projekte sind besonders gefragt und haben gute Chancen auf eine Förderung? Gesucht sind innovative Vorhaben, die regional verankert sind, und interessante Ideen, die die Entwicklung auf dem Lande auch 2027 voranbringen.
Besonders im Blick sind die Themenfelder Grund- und Daseinsvorsorge, Vereinsleben, Infrastruktur, Kultur, Bildung, Umwelt und Wirtschaft. Näheres zu den Zielen und Teilzielen der Regionalen Entwicklungsstrategie ist auf der Homepage der RAG nachzulesen.
Hier findet man auch Antragsunterlagen, weitere Hinweise und erste Schritte. (www.leader-rag-henn.de und tlllr.thueringen.de)
Die Projektförderung beträgt 65 Prozent bei positiv votierten Vorhaben - begrenzt auf maximal 100.000 Euro bei kommunalen Vorhaben und maximal 50.000 Euro bei privaten Vorhaben.
Die Ideenblätter und die Bewertungsbögen für die Projektumsetzung in 2027 sind per E-Mail an franziska.germeshausen@sweco-gmbh.de bis spätestens 30. August 2026 zu senden.
In einem Beratungsgespräch wird es genaue Informationen zum zeitlichen Ablauf geben. Erst wenn der Vorstand der RAG der Projektidee im September 2026 zugestimmt hat, erfolgt die offizielle Antragsstellung über das Portal PORTIA.
Seit Januar 2025 ist die Antragsstellung für die LEADER-Förderung in Thüringen ausschließlich über dieses Online-Antragsverfahren möglich. Ziel ist es, eine digitale, sichere sowie schnelle Antragsstellung und Bearbeitung zu ermöglichen.
Dabei gibt es zahlreiche Infos und Hilfestellungen für die Nutzung von PORTIA. Technische Fragen sind zu richten an: portia.post@tlllr.thueringen.de bzw. an die Portia-Hotline: +49 361 5740 13-333.
Kontakt
Geschäftsstelle der RAG LEADER "Henneberger Land" e.V.
Rippershäuser Straße 16
98639 Rippershausen -
Tel.: 03693 5050-821 oder 03643 863114
Donnerstag: 10 bis 14 Uhr
www.leader-rag-henn.de
Stichwort: Was ist LEADER?
Der Begriff LEADER stammt aus dem Französischen = Liaison entre actions de développement de l'économie rurale und bedeutet so viel wie die Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.
Einst der Name eines Förderprogramms der Europäischen Union steht er heute für eine Herangehensweise: Akteure vor Ort entscheiden über die Vergabe der Fördergelder, um den ländlichen Raum stark zu machen.




